LAUT FÜR DIE LEISEN –
STARK FÜR DIE SCHWACHEN
Ein bisschen Halbe/Halbe reicht nicht

Wenn Frauen und Männer gefragt werden, was sie von Halbe/Halbe halten, wissen erstaunlicherweise alle, wovon gesprochen wird. Die Kampagne Halbe/Halbe der Frauenministerin Helga Konrad ist zwar schon 15 Jahre her, hat aber von der Begrifflichkeit her nachhaltige Wirkung gezeigt. Warum die SPÖ Frauen Tirol den Slogan wieder aufgreifen, erklärt die Vorsitzende NRin Gisela Wurm: „ Wir sind noch immer weit weg von Halbe/Halbe, in manchen Bereichen waren wir sogar schon weiter, wie zum Beispiel beim Frauenanteil im Parlament. Bei der Lohnschere und in Führungspositionen ist noch wenig passiert, während die Frauen bei Schul- und Studienabschlüssen die Männer nicht nur eingeholt, sondern sogar überholt haben. Die Frauen haben ihre Hausaufgaben gemacht, das schlägt sich aber immer noch nicht in einer gerechten Teilhabe am Arbeitsmarkt nieder. Deshalb geht es immer noch um Halbe/Halbe. Die Hälfte der öffentlichen Welt den Frauen und die Hälfte der privaten Pflichten den Männern!“
2010-03-05
Trauer um eine ganz Große
Johanna Dohnal war der Inbegriff des Kampfs um mehr Frauenrechte

„Johanna Dohnal war die Vorkämpferin für Frauenrechte schlechthin. Durch ihr Engagement ist Österreich ein gutes Stück gerechter und demokratischer geworden“. „Johanna hat es nicht leicht gehabt, weder innerparteilich noch in Zusammenarbeit mit den anderen Fraktionen im Parlament. Trotzdem ist es ihr mit großer Beharrlichkeit und Durchsetzungskraft gelungen, entscheidende Weichen für die Österreicherinnen zu stellen und das gesellschaftliche Bewusstsein für die Rechte von Frauen zu schärfen“. Unterstützung, Kraft und Rückhalt fand Johanna Dohnal in der autonomen Frauenszene und in der SPÖ-Frauenorganisation, deren langjährige Vorsitzende sie war. Die österreichischen Frauen haben ihr viel zu verdanken. „Mit Johanna Dohnal haben wir eine große Frau verloren“.
16 Tage gegen Gewalt an Frauen

Im Rahmen der 16 Tage gegen Gewalt machten die SPÖ Frauen Tirol mit ihrer Vorsitzenden NRin Gisela Wurm am 25. November mit einem Schweigemarsch in der Theresienstraße auf die erschreckenden Zahlen zur häuslichen Gewalt und wichtige Maßnahmen zum Schutz der Opfer aufmerksam.
In Österreich wird jede fünfte in einer Beziehung lebende Frau von ihrem Ehemann oder Lebensgefährten misshandelt. Die Exekutive muss im Schnitt 18 Mal pro Tag eingreifen, um gewalttätige (Ehe-)Männer aus der Wohnung zu weisen bzw. ihnen die Rückkehr zu verbieten. Von 37 ermordeten Frauen in Österreich im Vorjahr wurde die Hälfte davon im Familienverband getötet. Sie lebten also mit den Tätern unter einem Dach. Auch interessant: Keine einzige Frau wurde im Jahr 2008 von einem ihr komplett Unbekannten oder einer Zufallsbekanntschaft umgebracht.
Die Betretungsverbote im Jahr 2008 erreichten in Tirol mit 368 eine neue betroffen machende Rekordzahl. Laut Auskunft des Gewaltschutzzentrums gab es 2009 bis Ende September bereits 275 Betretungsverbote, sodass erwartet werden muss, dass die Gesamtzahl für 2009 noch höher sein wird.
Die Bundesregierung hat als einen wichtigen Schritt zur Bekämpfung von Gewalt in der Familie und im sozialen Nahraum das zweite Gewaltschutzgesetz verabschiedet, das im Juni 2009 in Kraft getreten ist.
Die Einstweilige Verfügung wurde von drei auf sechs Monate verlängert. Der Täter kann dadurch von der gemeinsamen Wohnung sechs Monate weggewiesen werden. Damit wird Betroffenen mehr Chance gegeben, aus der Gewaltbeziehung auszusteigen. Das Betretungsverbot wurde von zehn auf 14 Tage verlängert.
Mit dem neuen Straftatbestand für „Fortgesetzte Gewaltausübung“ werden nun nicht nur Einzeltaten zur Beurteilung herangezogen, sondern mehrere Taten zusammengefasst. Dadurch wird der Strafrahmen erhöht. Opfer haben nun auch das Recht auf psychosoziale Prozessbegleitung im Zivilverfahren.
Als weiteres Mittel gegen Gewalttäter unterstützt Gisela Wurm den Vorschlag der Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek, elektronische Fußfesseln für Gewalttäter einzusetzen. Das sollte die Gewalttäter betreffen, die sich nicht an das Betretungsverbot halten. „Um Gewalttäter von ihren Opfern fernzuhalten, muss uns jedes Mittel recht sein“, so Gisela Wurm abschließend.
2009-11-25
Eine Liste mit Kontaktinformationen für betroffene Frauen
Gewaltschutzzentrum (Museumstraße 27/3, 6020 Innsbruck, Tel.: 0512 57 13 13)
Frauen gegen Vergewaltigung (Tel.: 0512 57 44 16)
Frauenhelpline gegen Gewalt (Tel.: 0800 222 555)
Tiroler Frauenhaus (Tel.: 0512 342112)
Frauenzentrum Osttirol (Schweizergasse 26, 9900 Lienz Tel.: 04852 67 193)
Frauen helfen Frauen (Museumstraße 10, 6020 Innsbruck Tel.: 0512 58 09 77)
DOWAS für Frauen für wohnungs- und arbeitssuchende Frauen (Adamgasse 4, 6020 Innsbruck Tel.: 0512 56 24 77)
EVITA Mädchen- und Frauenberatungsstelle (Oberer Stadtplatz 6, 6330 Kufstein Tel.: 05372 63616)
B.A.S.I.S. Zentrum für Frauen im Außerfern (Obermarkt 3/2, 6600 Reutte Tel.: 05672 726 04)
KIZ - Kriseninterventionszentrum Hilfe für Kinder und Jugendliche in Not (Pradlerstraße 75, Hofeinfahrt, 6020 Innsbruck, Tel.: 0512 58 00 59)
KISZ – Kinderschutzzentrum Innsbruck (Schöpfstraße 19 6020 Innsbruck Tel.: 0512 58 37 57)
Bezirkstag in Kufstein
Die Frauen und die Krise
Betriebsbesuch Anita Moden
Mit Schrecken lesen wir die Nachrichten über Rückgänge im Tourismus und Probleme im Handel“, zeigt sich die Landesfrauenvorsitzende der SPÖ Frauen Tirol NRin Gisela Wurm bei einem Betriebsbesuch in Kufstein alarmiert, „das bedeutet nämlich, dass die Krise die Bereiche erreicht hat, in denen viele Frauen arbeiten und nicht einmal gut verdienen.
Frauen in Tirol verdienen im Schnitt 1630 Euro brutto gegenüber den Tiroler Männern mit 2445 Euro. Generell sind die Löhne in Tirol im Bundesvergleich an vorletzter Stelle.
Laut AMS zeigen die neuesten Arbeitslosenzahlen, dass die Einschnitte im Tourismus und im Handel begonnen haben. „Mit einem Durchschnittslohn für Frauen einkaufen zu gehen, ist kein Vergnügen mehr. Die Lohnschere geht immer weiter auf. Da darf nicht länger untätig zugeschaut werden und die Krise darf nicht der Vorwand sein, Frauen vom Arbeitsmarkt zu verdrängen. Frauen „verdienen“ mehr!“, so die Vorsitzende der SPÖ Frauen Tirol NR.in Gisela Wurm.
Im Bereich der wirtschaftlichen Teilhabe von Frauen befindet sich Österreich laut „Global Gender Gap Report 2009“ erst an Platz 103.
Es besteht hier großer Nachholbedarf, dem von Seiten der Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek mit dem einkommensabhängigen Kinderbetreuungsgeld, der Einkommenstransparenz und entsprechender Berufsberatung für Mädchen entgegengewirkt wird.
2009-11-16
Starkes Land braucht starke Frauen

In der Bezirksfrauenkonferenz von Innsbruck-Stadt am 6. November 2009 wurde NRin Gisela Wurm mit nahezu 100% als Bezirksfrauenvorsitzende wiedergewählt.
Als Nationalrätin, als Frauen- und Gleichbehandlungssprecherin der SPÖ im Parlament und auch als Landesfrauenvorsitzende macht sie sich seit Jahren für bessere Positionen und angemessene Einkommen für Frauen stark. Angesichts der Krise sind die Forderungen der Frauen besonders aktuell, weil die Gefahr besteht, dass sie vom Arbeitsmarkt verdrängt werden und alte Rollenmuster wieder aufleben.
Das zu verhindern versucht auch die politisch unabhängige Frauenplattform, die seit Frühling zusätzlich gegründet wurde, um Frauenanliegen über Parteigrenzen hinweg zu vertreten. Der Name der Plattform ist Programm: „Starke Frauen - starkes Land“ und die Vorsitzende ist auch hier NRin Gisela Wurm.
2009-11-09
Besuch beim Sozial-ökonomischen Betrieb ISSBA

Nationalrätin Mag. Gisela Wurm besuchte im Rahmen eines Besuchstages in Imst den sozial-ökonomischen Betrieb ISSBA in Imst, Brennbichl. Dieser Vorzeigebetrieb besteht seit nunmehr 20 Jahren.
Geschäftsführer Thomas Jascha führte die Besucher durch die Werkstätten und zeigte ihnen den hauseigenen Second-Hand-Shop, wo auch fleissig eingekauft wurde.
Mit dabei waren: Gerhard Schneider, Ulrike Ernstbrunner, Gabriela Schroffenegger, Margreth Thurner und Irmgard Mark
12.10.2009
