Wurm/Patscheider fordern 50 % weibliche Aufsichtsräte für Hypo Tirol

"Die Aufsichtsratsposten in den Tiroler Landesunternehmen sind zu 90 Prozent von Männern besetzt. Das liegt sicher nicht daran, dass wir nicht Top-Frauen in Tirol hätten, sondern, dass ihnen einfach der Zugang in die höchsten Gremien der Unternehmen verwehrt wird", so die Vorsitzende der Tiroler Frauenplattform, Gisela Wurm und die stv. Vorsitzende, Gretl Patscheider. "Bei der anstehenden Neubesetzung des Aufsichtsrates der Hypo Tirol müssen Frauen zum Zug kommen. Die Tiroler Landesregierung kann hier gleich mit gutem Beispiel vorangehen. Zur Zeit ist von 12 Mitgliedern im Aufsichtsrat nur eine Frau. Wenn sich nichts ändert, müssen gesetzliche Regelungen überlegt werden, wie es sie etwa in Norwegen gibt ", so Wurm und Patscheider. ****

2010-02-19

 

   Wurm ergänzt: "In Norwegen gibt es seit 2003 ein Gesetz, das eine Frauenquote von 40 Prozent in den Kontrollgremien börsennotierter Unternehmen vorsieht. Seit Anfang 2008 müssen 40 Prozent der Aufsichtsratsmitglieder Frauen sein. Sonst droht die Schließung.

 Frauen stellen in den börsennotierten Unternehmen in Norwegen heute 38 Prozent der Aufsichtsratsmitglieder Der Anteil hat sich in den vergangenen fünf Jahren mehr als vervierfacht. Offensichtlich sind diese Regelungen notwendig, damit etwas weitergeht. Und der wirtschaftliche Erfolg gibt ihnen Recht. Selbst die Konservativen in Frankreich stimmten jüngst für eine 40 Prozent Quote in den Führungsgremien.". Denn obwohl in Frankreich mehr als drei Viertel der Frauen berufstätig sind, sitzen in den 500 größten französischen Unternehmen nur acht Prozent Frauen in den Aufsichtsgremien.

 

"Wenn man bei den Aufsichtsräten beginnt, wird das nicht das Leben tausender arbeitender Frauen verändern, aber Männer sind die 'Hüter der gläsernen Decke' und machen sich Personalvorschläge oft einfach untereinander aus. Das geht dann nicht mehr so leicht und wird sich irgendwann in allen Ebenen fortsetzen", so Wurm und Patscheider, die verlangen, dass "die österreichischen Unternehmen auf das Potential der Frauen in Führungspositionen nicht mehr länger verzichten. Bei der Hypo Tirol kann das Land Tirol gleich  beweisen, dass für die Verantwortlichen Frauenpolitik und Chancengleichheit kein leeres Lippenbekenntnis, sondern ein ernstgemeintes Anliegen ist ." 

Heinisch-Hosek: Vernetzung von Frauen notwendig, um echte Gleichstellung von Frauen und Männern zu erreichen

„Die Vernetzung von Frauen aus den verschiedensten Bereichen ist notwendig, um eine echte Gleichstellung von Frauen und Männern zu erreichen.

Umso mehr freuen mich die über 100 Besucherinnen und Besucher der gelungenen Veranstaltung“, sagte Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek bei Ihrem Besuch des Politischen Stammtisches der überparteilichen Frauenplattform Tirol „Starke Frauen, Starkes Land“.

Das Motto der Veranstaltung ‚Netze knüpfen, Frauenanliegen durchsetzen’ sei daher auch gut gewählt und würde die Bedeutung von frauenpolitischen Netzwerken wie der überparteilichen Plattform hervorstreichen.

„Uns Frauen eint über alle Parteigrenzen hinweg mehr, als uns trennt. Denn es gibt immer noch zu wenige Frauen in Führungspositionen, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist für Frauen oftmals kaum möglich und Frauen bekommen für die gleiche Arbeit wie Männer immer noch nicht gleich gezahlt“, so die Ministerin. Diese Problemstellungen könnten nur gemeinsam gelöst werden. Es brauche Fürsprecherinnen aus allen Bereichen, die sich gemeinsam für eine echte Gleichstellung von Frauen und Männern stark machten.

„Diese Gemeinsamkeit sehe ich in der überparteilichen Plattform „Starke Frauen, Starkes Land“ verwirklicht. Ich gratuliere der Vorsitzenden Gisela Wurm und ihrer Stellvertreterin Gretl Patscheider zu diesem erfolgreichen Projekt“, so Heinisch-Hosek abschließend.

 

2010-04-02

 

Einladung zum Politischen Stammtisch

Seit vielen Jahren erfüllt nun das Frauenministerium seine wichtigen Funktionen im Kampf für die Gleichberechtigung, in der Vernetzung und Förderung von Fraueneinrichtungen und im Eintreten für Gewaltschutz.

Die Erstellung des Nationalen Aktionsplans für Gleichstellung von Frauen und Männern am Arbeitsmarkt war einer der Höhepunkte des vergangenen Jahres.

Wir von der Plattform „Starke Frauen. Starkes Land“ bieten Ihnen nun die Gelegenheit mit der Frauenministerin persönlich ins Gespräch zu kommen.

„Netze knüpfen, Frauenanliegen durchsetzen“

 

mit

Gabriele Heinisch-Hosek

Bundesministerin für Frauenangelegenheiten und Öffentlichen Dienst          

 

 

Wo :     Zukunftszentrum,

Universitätsstraße 15a, I. Stock

Wann : Donnerstag,4.Februar 2010

20 Uhr

„Mehr Frauen in die Politik“

Trotz aller Bekenntnisse in Sonntagsreden zur Gleichberechtigung der Geschlechter zeigt die Realität nach wie vor ein anderes Bild! So sind im Tiroler Landtag nur 25% Frauen vertreten, 14% der GemeinderätInnen weiblich und unter den 279 BürgermeisterInnen gibt es nur zwei Frauen, das sind 0,7% !!!

Grund genug für uns von der unabhängigen und überparteilichen Plattform

„Starke Frauen. Starkes Land“ das Thema aufzugreifen und gemeinsam mit Ihnen neue Wege für mehr Frauen in der Politik zu suchen.

 

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Mag.a Barbara Prammer

Präsidentin des Nationalrats

 

 

 

 

 

Hindernisse, Strategien, Wege

Frauennetzwerke statt Männerseilschaften?

Quotenfrauen ? ….

 

Wo :         Altes Landhaus Innsbruck

                   Parissaal, 1.Stock

Wann :      Dienstag,19.Jänner 2010

20 Uhr

 

 

KEINE GEWALT GEGEN FRAUEN!

Die Frauenplattform fühlt sich dem tagtäglichen Kampf gegen Gewalt an Frauen verpflichtet

Der letzte Tätigkeitsbericht des Gewaltschutzzentrums (2008) spricht eine deutliche Sprache: 1088 Personen haben im Tiroler Gewaltschutzzentrum Schutz gesucht, davon waren 979 Frauen. 761 Opfer von häuslicher Gewalt wurden der Opferschutzeinrichtung über die Polizei bekannt gemacht. In 36 Prozent der Fälle ist der Gewalttäter der Ehemann. „Der Gewalt gegen Frauen muss Einhalt geboten werden“, betont Plattform-Sprecherin Gisela Wurm, die sich auch im Europarat vehement für die Rechte von Frauen einsetzt.

 

Diese Zahlen zeigen: Auch 2009 muss auf den Tatbestand der Gewalt gegen Frauen aufmerksam gemacht werden – auch in Tirol! Gewalt gegen Frauen und Kinder zeugt von einer Schwäche und Ohnmacht der Täter“, meint Frauenplattform-Mitglied Gretl Patscheider. „Gegen diese Gewalt anzukämpfen, ist ein täglicher Auftrag an die Frauenplattform.“ Auf die Jahrhunderte langen Herrschaftsverhältnisse weist Plattform-Mitglied Christine Baur hin und betont die Relevanz einer Frauenplattform, wie sie Frauen aus Politik und Gesellschaft in Tirol gegründet haben: „Um strukturell gegen Gewalt an Frauen effizient vorgehen zu können, brauchtes einen überparteilichen und überinstitutionellen Zusammenhalt.“

 

Gewalt in der Familie bzw. in Paarbeziehungen sind weltweit gesehen die häufigste Form von Gewalt gegen Frauen. Sie zieht sich durch alle Gesellschaftsschichten und kennt keine kulturellen, religiösen oder schichtspezifischen Grenzen.

 

Bedeutung des Gesundheitswesens

Statistisch gesehen ist jede fünfte in einer Beziehung lebende Frau von männlicher Gewalt betroffen. Die gesundheitlichen Folgen sind evident. Eine deutsche Studie belegt, dass bei allen erfassten Formen von Gewalt bis zu 80 Prozent der betroffenen Frauen von mehrfachen psychischen Folgebeschwerden berichten. 37 Prozent nahmen medizinische Hilfe in Anspruch.

 

ÄrztInnen, Pflegepersonal und Hebamen sind häufig die ersten Ansprechpersonen für von Gewalt betroffene Frauen. Sie nehmen eine zentrale Position bei der Erkennung von Gewalt, dem Verlauf der Hilfestellung und der Prävention von weiterer Gewalt an Frauen und Kindern ein.

Dafür ist es wichtig, an die richtigen Stellen zu verweisen, die mit ausreichenden Ressourcen ausgestattet werden müssen, damit diese Arbeit qualitätvoll gemacht werden kann:

 

Gewaltschutzzentrum (Museumstraße 27/3, 6020 Innsbruck, Tel.: 0512 57 13 13)

Frauen gegen Vergewaltigung (Tel.: 0512 57 44 16)

Frauenhelpline gegen Gewalt (Tel.: 0800 222 555)

Tiroler Frauenhaus (Tel.: 0512 342112)

Frauenzentrum Osttirol (Schweizergasse 26, 9900 Lienz Tel.: 04852 67 193)

Frauen helfen Frauen (Museumstraße 10, 6020 Innsbruck Tel.: 0512 58 09 77)

DOWAS für Frauen für wohnungs- und arbeitssuchende Frauen (Adamgasse 4, 6020 Innsbruck Tel.: 0512 56 24 77)

EVITA Mädchen- und Frauenberatungsstelle (Oberer Stadtplatz 6, 6330 Kufstein Tel.: 05372 63616)

B.A.S.I.S. Zentrum für Frauen im Außerfern (Obermarkt 3/2, 6600 Reutte Tel.: 05672 726 04)

KIZ - Kriseninterventionszentrum Hilfe für Kinder und Jugendliche in Not (Pradlerstraße 75, Hofeinfahrt, 6020 Innsbruck, Tel.: 0512 58 00 59)

KISZ – Kinderschutzzentrum Innsbruck (Schöpfstraße 19 6020 Innsbruck Tel.: 0512 58 37 57)

 

Tage gegen Gewalt

16 Tage gegen Gewalt an Frauen ist eine internationale Kampagne, die jedes Jahr von 25. November bis 10. Dezember stattfindet. Auf der ganzen Welt nützen Fraueninitiativen den Zeitraum vom Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen (25. November) bis zum Internationalen Tag der Menschenrechte (10. Dezember) um auf das Recht auf ein gewaltfreies Leben aufmerksam zu machen

 

2009-11-24

Wurm folgt Patscheider als neue Sprecherin der Frauenplattform

„Die ersten Schritte sind gesetzt. Jetzt löst mich wie geplant Gisela Wurm ab“, sagt Gretl Patscheider, die Sprecherin von „Starke Frauen | Starkes Land“. Der Vorsitz der seit einem halben Jahr bestehenden überparteilichen Tiroler Frauenplattform wechselt Anfang Oktober von der ÖVP-Politikerin zur SPÖ-Mandatarin.

INNSBRUCK. „Wir machen gemeinsam weiter. Die halbjährige Rotation der Sprecherinnen war immer so geplant. Schon als Beweis für die Überparteilichkeit unserer Anliegen“, erklärt Gisela Wurm. Sie verweist darauf, dass die Zusammenarbeit mit Gretl Patscheider schon bisher so gut funktionierte, dass es „für die Plattform wenig Unterschied bedeutet. Jetzt stehe halt ich mehr im Vordergrund. Aber viel wichtiger ist, dass wir etwas weiterbringen.“

Patscheider ist mit dem ersten halben Jahr zufrieden: „Die organisierte Integration von Mandatarinnen möglichst vieler Parteien und Unabhängigen verläuft natürlich nicht reibungslos und kostet viel Energie. Doch wir haben insbesondere in der Bewusstseinsbildung schon viel erreicht.“ Sie verweist auf die Forderung nach einer Quote in allen landesnahen Unternehmen, die Positionierung zur Rektorinnenfrage, die komplett ausgebuchte Diskussion mit Justizministerin Claudia Bandion-Ortner und auch die Aktion Top 100, eine Liste von Frauen für Aufsichtsrats- und Vorstandsmandate.

Wurm ergänzt: „Bei den Aufsichtsräten gibt es noch größeren Nachholbedarf als im Nationalrat, wo nur noch 27,9 Prozent der Abgeordneten weiblich sind. Im Landtag beträgt die Quote sogar bloß 25 Prozent, im Innsbrucker Gemeinderat dagegen schon 42,5 Prozent.“ Die Tiroler Plattform versucht kontinuierlich, das Land auf Stadtniveau zu bringen. Im Nationalrat gibt es unterdessen auf Initiative von Funktionärinnen aller Fraktionen am 7. Oktober sogar eine parlamentarische Enquete zum Thema „Mehr Frauen in die Politik!“

„Ich werde mich natürlich weiter so einbringen wie bisher“, sagt Patscheider, „ohne die Sprecherinnenrolle kann ich noch mehr Sacharbeit im Hintergrund erledigen.“

 

100 Frauen für Top-Jobs in Tirol

Schutz durch Recht. Justizministerin Claudia Bandion-Ortner war die erste Rednerin beim politischen Stammtisch der überparteilichen Plattform „Starke Frauen | Starkes Land“. Schutz durch Recht. Justizministerin Claudia Bandion-Ortner war die erste Rednerin beim politischen Stammtisch der überparteilichen Plattform „Starke Frauen | Starkes Land“.