Betriebliche Frauenförderung –

Ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zu einer fairen Arbeitswelt

 

Frauenförderung ist Win-Win-Situation – Frauen und Wirtschaft profitieren,

denn „FrauenfreundlicheBetriebe sind erfolgreiche Betriebe.“ =

 

 

SPÖ-Frauensprecherin Gisela Wurm begrüßt und unterstützt die Forderung von Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek für Betriebe ab 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern verpflichtende Frauenförderpläne einzuführen. „Die Umsetzung der verpflichtenden Frauenförderpläne wäre ein Meilenstein auf dem Weg zu einer fairen Arbeitswelt. Diese Pläne sorgen für einen klaren Überblick über die Ist-Situation in den Unternehmen, bringen mehr Frauen in Leitungspositionen und erleichtern die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Davon profitieren nicht nur die Frauen, sondern auch die Unternehmen. Denn zahlreiche Studien zeigen: Frauenfreundliche Betriebe, mit hohen Frauenquoten in den Führungsetagen erwirtschaften mehr Gewinn als jene in denen weibliche Führungskräfte noch immer unterrepräsentiert sind“, so Wurm am Samstag im Gespräch mit dem SPÖ-Pressedienst.

 

Es ist ein trauriger Fakt, so die SPÖ-Frauensprecherin, dass der Begriff „Frauenförderung“ in vielen österreichischen Betrieben noch immer ein Fremdwort ist. „Manchmal allerdings auch aus blankem Unwissen heraus. Das bedeutet, die betreffende Firma würde weibliche Mitarbeiter gerne fördern, weiß aber nicht wie“, erklärt Wurm. Mit ihrem Vorschlag habe Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek ein Förderinstrument vorgelegt, dass hier gleich auf zwei Ebenen ansetzt, so Wurm: „Mit der Verpflichtung zur Frauenförderung wird der nötige Druck erzeugt. Denn die Erfahrungen der Vergangenheit haben leider gezeigt, dass sich ohne Druck, also auf freiwilliger Basis in Österreichs Betrieben in Sachen Frauenförderung kaum etwas bewegt. Und damit die Betriebe auch mit dem ‚Wie?’ nicht alleine gelassen werden, stellt das Frauenministerium einen Leitfaden zur Umsetzung zur Verfügung.“

 

Wurm betont, dass es nun notwendig sei mit vereinten Kräften an der Umsetzung der verpflichtenden Förderpläne zu arbeiten und appelliert auch an den Koalitionspartner und die Sozialpartner diese wichtige Maßnahme zu unterstützen. „Mit den Frauenförderplänen setzt die Ministerin einen weiteren wichtigen Schritt auf dem Weg zu einer Arbeitswelt in der Gleichbehandlung von Frauen und Männern Normalität wird. Und sie beweist einmal mehr, dass wir Frauen mit ihr eine starke, engagierte und mutige Kämpferin an unserer Seite haben“, so die SPÖ-Frauensprecherin abschließend.

 

2012-02-04

Wurm: Innsbrucker Studie beweist - Quoten wirken!

 

Land Tirol sollte sich Studie zu Herzen nehmen

 

„Frauen sind immer besser ausgebildet, schaffen es aber trotzdem oft nicht bis an die Spitze. Dass sich Frauenquoten auf die Chancen der Frauen hier positiv auswirken, hat jetzt auch eine Studie des Instituts für Finanzwissenschaft der Universität Innsbruck bewiesen“, so SPÖ-Frauensprecherin und Tiroler Frauenvorsitzende, Gisela Wurm. In einem Experiment mit 360 TeilnehmerInnen wurde gezeigt, dass positive Diskriminierung und Quoten besonders stark wirken. „Denn es hat sich gezeigt: Von selbst geht gar nichts“, so Wurm.

 

Für die Tirolerin Wurm auch Anlass genug dem Land Tirol nahezulegen sich die Studie genauer anzusehen, denn so Wurm: „Auch das Land Tirol sollte sich die Studie der Innsbrucker Uni zu Herzen nehmen. Denn in den Tiroler landesnahen Unternehmen finden sich kaum Frauen in der Geschäftsführung und in den Aufsichtsräten.“

 

Auch habe man in anderen Ländern gesehen, dass Quoten wirken – so habe sich der Anteil der Frauen in den Aufsichtsräten in den vergangenen fünf Jahren mehr als vervierfacht. „Die Unternehmen machen das, weil es sich wirtschaftlich für sie rechnet und nicht weil sie frauenpolitisch so engagiert wären“, so Wurm.

 

In Österreich hat Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek mit der Einführung der 50-prozentigen Frauenquote im Verwaltungsdienst den richtigen Weg bereits eingeschlagen und  der öffentliche Dienst ist damit Vorbild für die Privatwirtschaft", unterstrich die SPÖ-Frauensprecherin. „Frauenministerin Heinisch-Hosek hat mit der Innsbrucker Studie einen weiteren Beweis für die Richtigkeit ihres Vorhabens in den Händen und wir werden sie in ihrer Beharrlichkeit weiter voll unterstützen“, betonte Wurm.

 

2012-02-03

 

Europarat: Gisela Wurm zur stv. Vorsitzenden des Gleichbehandlungsausschusses gewählt

 

Zur stellvertretenden Vorsitzenden des Gleichbehandlungsausschusses (Committee on Equal Opportunities) im Europarat wurde SPÖ-Frauen- und Gleichbehandlungssprecherin Gisela Wurm vergangene Woche in Straßburg gewählt. Der Europarat wurde 1949 als Friedensorganisation gegründet und hat 47 Mitgliedstaaten in ganz Europa und kümmert sich vor allem um die Wahrung und Sicherung von Rechtsstaatlichkeit, Demokratie und Menschenrechten. „Mit dem neuen Generalsekretär im Europarat, dem Norweger Jagland, wurde und wird der Europarat einer großen Reform unterzogen, die Zahl der Ausschüsse verkleinert, aufgewertet und die Information nach außen verbessert“, so Wurm, die sich auf ihre zusätzliche Aufgabe freut.

 

Der Gleichbehandlungsausschuss im Europarat wurde um einige Bereiche, die zuvor in juridischen Ausschüssen behandelt wurden, erweitert, so zum Beispiel der Bereich der Nicht-Diskriminierung (non-discrimination). „Hier geht es unter anderem um die Wahrung und Sicherung der Menschenrechte von ethnischen Minderheiten, Lesben, Schwulen und Transgenderpersonen“, so Wurm.

 

 Wurm wies auch darauf hin, dass Österreich im Mai vergangenen Jahres zu den erstunterzeichnenden Staaten der Konvention gegen Gewalt an Frauen, gegen häusliche Gewalt, gehörte. „Unser Ziel ist, dass in Europa überall gleiche Standards bei der Menschenrechtsverletzung Nummer eins – Gewalt gegen Frauen – herrschen“, so Wurm, die hofft, dass die Konvention noch dieses Jahr von genügend Staaten unterzeichnet wird, damit sie ratifiziert und entsprechende Standards eingeführt werden können.

 

2012-01-27

 

Wurm zu ÖVP: Gleiches Pensionsalter erst bei echter Gleichstellung


SPÖ-Parlamentsklub unterstützt Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek


"Solange Frauen am Arbeitsmarkt nicht die gleichen Bedingungen und Chancen vorfinden, solange Frauen hauptsächlich für die Kindererziehung zuständig sind, solange haben wir noch keine tatsächliche Gleichstellung. Eine vorzeitige Anhebung wäre eine Mogelpackung, auf die wir uns nicht einlassen. Die Frauen können sich hier auf die SPÖ verlassen, wir lassen sie nicht im Stich", unterstützt SPÖ-Frauensprecherin Gisela Wurm Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek in ihrer vehementen Ablehnung des vorzeitigen Anhebens des Frauenpensionsalters.

1992 wurde die Angleichung des Pensionsantrittsalters der Frauen an die Männer bis 2033 beschlossen. "Dabei ist man von einer völligen Gleichstellung ausgegangen", so Wurm.


Besonders bedenklich findet Wurm die Tatsache, dass die ÖVP offenbar Lebensrealitäten verleugnet: "Fakt ist, dass ein Drittel aller Frauen aus der Arbeitslosigkeit in Pension gehe, da sich Unternehmen oft älterer Arbeitnehmerinnen entledigen", so Wurm. Daher würde ein vorzeitiges Anheben des Pensionsalters die Kosten nur in andere Bereiche, wie die Arbeitslosenversicherung verlagern. "Gegenwärtig sind in Österreich rund 20.000 Frauen, die älter als 50 Jahre sind, arbeitslos. Das sind um 6,3 Prozent mehr als im Jahr 2010 und ein Fünftel aller arbeitslosen Frauen", verdeutlicht Wurm die schwierige Situation.


Notwendig sei es daher, die Arbeitswelt und die Rahmenbedingungen so zu verändern, dass Frauen überhaupt länger arbeiten können. "Es ist nicht einzusehen, dass die erste Sparidee gleich ein Vorschlag auf Kosten der Frauen ist", so Wurm.


2012-01-26

 

Mit Freiwilligkeit kommen wir bei Frauenförderung nicht weiter

SPÖ-Frauensprecherin spricht sich für Gesetze mit Sanktionen aus

 

"Börsennotierte Unternehmen sind gesetzlich dazu verpflichtet, über ihre Maßnahmen zu Frauenförderung zu berichten. 13 Prozent berichten einfach nicht und 28 Prozent geben an, dass sie keine Maßnahmen setzen. Hier sollten Sanktionen im Gesetz vorgesehen werden, damit hier endlich was weitergeht", unterstützt SPÖ-Frauen- und Gleichbehandlungssprecherin Gisela Wurm die Aussagen von Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek im heutigen "Standard". Dass ein Gesetz mit Sanktionen wirkungsvoller ist, sehe man bei der verpflichtenden Gehaltsangabe in Stelleninseraten, 90 Prozent der Firmen halten sich erst daran, seit es Sanktionen gibt.

 

Auch fordert die SPÖ-Frauensprecherin eine verpflichtende Frauenquote für Aufsichtsräte und Vorstände börsennotierter Unternehmen. Es gebe jetzt schon zahlreiche Studien, die jüngste letzte Woche vom Beratungsunternehmen Ernst & Young, wonach Unternehmen mit Frauen in der Führungsetage erfolgreicher sind. "Unsere Forderung nach einer Quote ist auch wirtschaftlich sinnvoll und für Unternehmen ein klarer Wettbewerbsvorteil", so Wurm.

 

In staatsnahen Betrieben hat die Bundesregierung eine Selbstverpflichtung eingeführt, bis 31. Dezember 2013 müssen 25 Prozent der Aufsichtsräte Frauen sein und bis spätestens Ende 2018 ist ein Anteil von 35 Prozent zu erreichen. "Wenn das Ziel nicht erreicht wird, müssen wir auch hier von einer Selbstverpflichtung zu einer Verpflichtung kommen", sagt Wurm.

 

"In der Privatwirtschaft muss besonders dringend nachgezogen werden, mit Freiwilligkeit kommen wir hier nicht weiter. Dass die Quote wirkt, zeigt uns etwa das Beispiel Frankreich, wo es seit 2010 eine Frauenquote gibt und der Anteil von Frauen in Führungspositionen von sieben auf über 20 Prozent gestiegen ist", betont Wurm abschließend.

 

2012-01-24

 

YOG 2012: Die sexuelle Seite der Medaille

SPÖ-Frauen und Jugendorganisationen verteilen Kondome und Infos zu geschütztem Sex

 

Die Jugendolympiade ist ein Großereignis, bei dem sich besonders viele junge Menschen in Innsbruck treffen werden. Im Zentrum des Erlebens steht der Sport, darüber hinaus will sich die Jugend aber auch amüsieren und neue Leute kennen lernen. Manch eine/r wird sich vielleicht sogar verlieben.

Wer Liebe und Sex ohne ungewollte Komplikationen genießen will, sollte gut aufgeklärt und informiert über geschützten Geschlechtsverkehr sein.

Durch Gespräche mit verschiedenen Einrichtungen, unter anderem mit der AIDS-Hilfe Tirol, haben die SPÖ-Frauen gemeinsam mit den Jugendorganisationen JUSOS und VSStÖ entschieden, eine Verteilaktion zu diesem Thema zu starten.

Immer mehr Jugendliche in Europa haben ungeschützten Geschlechtsverkehr. Das geht aus der Studie „Clueless or clued up: Your right to be informed about contraception“ hervor, die die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) gemeinsam mit neun weiteren international tätigen Organisationen zum Weltverhütungstag vorgelegt hat.

45% der Jugendlichen gab an, schon einmal ungeschützten Geschlechtsverkehr gehabt zu haben. Damit liegt dieser Wert um ein Viertel höher als bei der Vorjahresstudie (36%). Der am häufigsten genannte Grund für ungeschützten Geschlechtsverkehr ist die fehlende Verfügbarkeit von Verhütungsmitteln.

Ausgestattet mit Flyer und Kondomen werden Jugendliche persönlich angesprochen und informiert. Der Flyer klärt einerseits über den rezeptfreien Zugang sowie die Verwendung der Pille danach auf. Andererseits finden die Jugendlichen darauf wichtige Telefonnummern zum Thema Verhütung und Gewaltschutz (Frauenhelpline, Polizei, Apothekennotruf, Tiroler Frauenhaus, AIDS-Hilfe Tirol, Gewaltschutzzentrum Tirol, First Love Ambulanz).

 

Gut aufgeklärt?

Nur 50% der befragten Jugendlichen halten sich in Sachen Verhütung für gut informiert. Dieses Wissen ist sogar rückläufig.

Die Botschaft der Studie ist klar, nur gut aufgeklärte Jugendliche können verantwortungsbewusste Entscheidungen über ihr Sexualleben treffen.

Die AIDS-Hilfe Tirol veranstaltet unter dem Motto „Let’s talk about Sex“ gemeinsam mit FachärztInnen Workshops für Jugendliche in Schulen.

 Termine der Verteilaktionen in der Maria-Theresien-Straße:

Sonntag, 15. Jänner, 19.30 bis 21 Uhr

Dienstag, 17. Jänner, 19.30 bis 21 Uhr

 2012-01-11


 

 

 

Feiertage nicht gleich Freudentage

 

Das Schweigen bei häuslicher Gewalt gegen Frauen brechen

 


Zumindest jede fünfte Frau in Österreich ist in ihrem Leben von Gewalt aus dem häuslichen Umfeld betroffen. In Tirol wurden im Jahr 2010 1196 Fälle von Gewalt an Frauen gemeldet (2001 waren es 311 Fälle) und 330 Betretungsverbote bzw. Wegweisungen ausgesprochen. Die Anzahl ist in den vergangenen zehn Jahren also drastisch angestiegen. Das liegt unter anderem daran, dass die Sensibilisierungsarbeit für das Thema Wirkung zeigt und sich inzwischen mehr Frauen trauen, gegen die Täter vorzugehen.

Dennoch wird Gewalt von Betroffenen viel zu oft bzw. viel zu lange stillschweigend ertragen und viel zu oft reagiert die Gesellschaft immer noch mit Gleichgültigkeit darauf – bis ein Fall eskaliert.


„Wir müssen das Schweigen brechen!“, fordert daher weiterhin Nationalrätin und Frauenvorsitzende der SPÖ Tirol Mag.a Gisela Wurm. Oft vergehen Jahre, bis sich eine von häuslicher Gewalt betroffene Frau wehrt und Anzeige erstattet.

Beziehungsgewalt gegen Frauen kann physisch, psychisch, ökonomisch, sexuell oder sozial sein. Immer spiegelt sie jedoch ungleiche Machtverhältnisse wider. Betroffen sind auch sehr viele ältere Frauen sowie Mädchen und Frauen mit Migrationshintergrund, die von einer spezifischen Form, der traditionsbedingten Gewalt, betroffen sind. Strukturell benachteiligt sind zudem Frauen am Land sowie Kinder.

Unterstützung für betroffene Frauen ist also notwendig und ein wesentliches Anliegen der SPÖ-Frauen. Ein Meilenstein auf diesem Weg war das vor 15 Jahren beschlossene und europaweit vorbildliche Gewaltschutzgesetz, das mittlerweile mehrfach ausgeweitet wurde.

Häusliche Gewalt gegen Frauen ist unentschuldbar. Sie ist eine Verletzung der Menschenwürde und der Menschenrechte und muss absolut ernst genommen werden. Mit einem Kavaliersdelikt hat das nichts zu tun.

„Fast täglich sind wir in den Medien mit Gewalt an Frauen konfrontiert. Gewalt gegen Frauen passiert allerdings oft still und heimlich im familiären Umfeld und in den eigenen vier Wänden, die eigentlich der sicherste Ort sein sollten, in denen Frau sich aufhält“, so Gisela Wurm, die auchVorsitzende des Unterausschusses gegen Gewalt an Frauen und häusliche Gewalt des Europarates ist.


Gerade während der Feiertage tritt häusliche Gewalt vermehrt auf. Überbordende Erwartungshaltung, vermehrter Alkoholkonsum, das Zusammenkommen der ganzen Familie oder der Versuch, die Stimmung besonders friedlich zu halten, enden oftmals mit Frust und mitunter eben mit Gewalt.

 

Hilfe bieten unter anderem die Gewaltschutzzentren sowie die Frauenhelpline unter der Telefonnummer 0800 222 555, die 365 Tage im Jahr rund um die Uhr kostenlos zur Verfügung steht.

 

Im Bezirk Schwaz wurden zwischen dem 1. Jänner 2011 und dem 30. November 2011 seitens des Gewaltschutzzentrums 79 Personen betreut. 72 davon waren Frauen, sieben Männer. In 29 Fällen hat die Polizei Wegweisungen bzw. Betretungsverbote ausgesprochen.

Tirolweit wurden in diesem Zeitraum 1023 Personen betreut (923 Frauen, 100 Männer) sowie 399 Wegweisungen bzw. Betretungsverbote ausgesprochen.

 

2011-12-21

 

 

Beitrag von Frauen soll auch in Bundeshymne honoriert werden


Sprache ist eine wichtige Facette für Gleichbehandlung


"Frauen sollen benannt und bei feierlichen Anlässen auch besungen werden", betonte SPÖ-Frauensprecherin Gisela Wurm in einer Debatte im Nationalrat über die Textänderung in der Bundeshymne am Dienstag. "Viele Frauen haben ihren Anteil dazu beigetragen, dass Österreich so dasteht, wie es dasteht, als ein Land, wo es sich gut leben lässt und wo man in vielen Bereichen zusammenhält", sagte Wurm. Dieser Beitrag solle auch entsprechend honoriert werden.


Gleichberechtigung habe viele Facetten, betonte die SPÖ-Frauensprecherin, und auch Sprache sei eine Facette innerhalb des ganzen Bereichs der Gleichbehandlung. Daher sei es neben Maßnahmen, die in Richtung gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit gehen, "wichtig und notwendig" auch bei der Sprache für Gleichberechtigung zu sorgen, so Wurm.


2011-12-06

 

Handels-KV -   Endlich werden Karenzzeiten angerechnet -

großer Erfolg für alle im Handel tätigen Frauen


Weiterer Schritt zur Schließung der Gehaltsschere


Die in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch erzielte Einigung bei den Kollektivvertragsverhandlungen für den Handel bringt neben einer Erhöhung der Gehälter um 3,6 Prozent auch Änderungen bei der Anrechnung von Karenzzeiten für Abfertigungen und Sonderzahlungen. Für SPÖ-Frauensprecherin Gisela Wurm "ein großer Erfolg für alle im Handel tätigen Frauen". Denn, so Wurm am Mittwoch gegenüber dem SPÖ-Pressedienst: "Bisher wurde die Karenzzeit - maximal zehn Monate werden angerechnet - bei Abfertigungen und Sonderzahlungen nicht berücksichtigt, und somit fielen Frauen um Gehaltssprünge um."

 

Dies führte dazu, dass Frauen im Handel im Durchschnitt monatlich 50 bis 200 Euro brutto weniger verdienten als ihre männlichen Kollegen. "Es war höchst an der Zeit, dass diese Benachteiligung von 270.000 im Handel tätigen Frauen endlich der Vergangenheit angehört. Denn die Gehaltsunterschiede wirken sich auch auf die Pensionshöhe aus", so Wurm, die das Ergebnis der KV-Verhandlungen als "weiteren wichtigen Schritt zur Schließung der Gehaltsschere" wertet.


2011-11-30

 

Entschärfung bei Kindergeld - Drängen der SPÖ hat sich ausgezahlt

 

Erfreut, dass sich das Drängen der SPÖ ausgezahlt habe und es zu einer Entschärfung bei der Zuverdienstregelung beim Kindergeld kommt, zeigte sich SPÖ-Frauensprecherin Gisela Wurm am Mittwoch gegenüber dem SPÖ-Pressedienst: "Ab 2012 sind für den angerechneten Zuverdienst nur mehr jene Monate relevant, in denen mehr als 23 Tage Kindergeld bezogen werden. Bisher waren es 16 Tage, wodurch es bei der einkommensabhängigen Kurzvariante des Kindergeldes öfter zu Problemen kam, da hier die Zuverdienstgrenze nur 374 Euro pro Monat beträgt."

 

Die SPÖ wird nicht locker lassen und es wird bereits im Jänner des kommenden Jahres Sozialpartnergespräche darüber geben, wie alle Fälle, die Probleme mit dem Kindergeld haben, gelöst werden können. "Wir wollen, dass sich die Väterbeteiligung weiter erhöht, daher sind Rückforderungen an die Eltern kontraproduktiv. Es muss alles getan werden, damit Unklarheiten und Fallen beseitigt werden", fordert Wurm.

 

2011-11-23

 

Gleiches Pensionsalter erst bei echter Gleichstellung

Volle Unterstützung für Frauenministerin Heinisch-Hosek  =

 

„Solange Frauen am Arbeitsmarkt nicht die gleichen Bedingungen und Chancen vorfinden, solange Frauen hauptsächlich für die Kindererziehung zuständig sind, solange haben wir noch keine tatsächliche Gleichstellung. Eine vorzeitige Anhebung wäre eine Mogelpackung, auf die wir uns nicht einlassen“, unterstützt SPÖ-Frauensprecherin Gisela Wurm Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek in ihrer vehementen Ablehnung der vorzeitigen Anhebung des Frauenpensionsalters. 1992 wurde die Angleichung des Pensionsantrittsalters der Frauen an die Männer bis 2033 beschlossen. Man ist dabei von einer völligen Gleichstellung ausgegangen.

 

Die SPÖ-Frauen wollen nächsten Woche eine Resolution gegen das frühere Angleichen verabschieden. Wurm, die auch Vorsitzende der Tiroler SPÖ-Frauen ist, fügt hinzu, dass es am Montag diese Woche auch im Landesfrauenvorstand Tirol einen einstimmigen Beschluss gegen die vorzeitige Anhebung des Frauenpensionsalters gegeben habe.

 

Bedenken müsse man auch, dass ein Drittel aller Frauen aus der Arbeitslosigkeit in Pension gehe, da sich Unternehmen oft älterer Arbeitnehmerinnen entledigen. Das bedeute, ein vorzeitiges Anheben des Pensionsalters würde die Kosten nur in andere Bereiche, wie die Arbeitslosenversicherung, verlagern. „Gegenwärtig sind in Österreich rund 20.000 Frauen, die älter als 50 Jahre sind, arbeitslos. Das sind um 6,3 Prozent mehr als im Jahr 2010 und ein Fünftel aller arbeitslosen Frauen“, verdeutlicht Wurm die schwierige Situation.

 

Notwendig sei es daher, die Arbeitswelt und die Rahmenbedingungen so zu verändern, dass Frauen überhaupt länger arbeiten können. „Es ist nicht einzusehen, dass die erste Sparidee gleich ein Vorschlag auf Kosten der Frauen ist“, so Wurm.

 

2011-11-23

 

 

Wurm: US-Studie bestätigt, dass Frauenquoten wirken


In Ländern mit Quote sind mehr Frauen in Vorstandsetagen


Laut einer US-Studie ist weltweit der Anteil von Frauen in Führungsetagen gestiegen - ein wesentlicher Grund sind die in einigen europäischen Ländern verordneten Frauenquote. Die Organisation "Corporate Women Directors International" berichtet, dass dort, wo es eine solche Regelung gebe, der Anteil weiblicher Vorstände höher ist als dort, wo es keine Quote gibt. "Das bestätigt einmal mehr die Wirksamkeit von Frauenquoten", betonte SPÖ-Frauensprecherin Gisela Wurm am Sonntag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst.


"Der Beschluss der Bundesregierung, verpflichtende Quoten in staatsnahen Betrieben einzuführen ist daher der richtige Weg." Wurm erinnerte daran, dass in Unternehmungen, an denen der Bund mit 50 Prozent und mehr beteiligt ist, bis zum 31. Dezember 2013 25 Prozent der Aufsichtsräte Frauen sein müssen und bis spätestens Ende 2018 ist ein Anteil von 35 Prozent zu erreichen. "Ein Nachziehen der Privatwirtschaft in Sachen Frauenquoten würde dieser gut anstehen - zumal immer wieder belegt wird, dass mehr Frauen in Führungsetagen den Profit der Unternehmen erhöhen", betonte Wurm.


Die von der SPÖ-Frauensprecherin angesprochene US-Studie hat die 200 weltweit umsatzstärksten Unternehmen untersucht. Der Frauenanteil in Vorständen ist um 1,1 Prozent auf 13,8 Prozent gestiegen. In Ländern mit Frauenquote liegt er bei 16,1 Prozent. Den größten Zuwachs habe es in Frankreich gegeben, wo es seit 2010 eine Frauenquote gibt und der Frauenanteil von gut sieben Prozent auf über 20 Prozent angestiegen ist. Spanien hat seit 2007 eine Frauenquote, der Frauenanteil in Vorständen nahm von knapp zwei Prozent auf mehr als neun Prozent zu.


2011-11-20

 

Wurm: Die SPÖ ist Garantin für flächendeckende Postversorgung


Klare Regeln von Infrastrukturministerin Bures greifen - Postamt in Innsbruck muss wieder aufsperren


Mit dem 2009 beschlossenen Postmarktgesetz hat Infrastrukturministerin Doris Bures dafür gesorgt, dass die Versorgungssicherheit mit Postdienstleistungen in ganz Österreich garantiert ist. Dass dieses Gesetz greift, zeigt sich aktuell in Innsbruck: Dort muss eine Postfiliale wieder aufsperren, nachdem der Postpartner die Zusammenarbeit gekündigt hat. "Ministerin Bures ist damals den richtigen Weg für die Postversorgung im Sinne der Bevölkerung gegangen", unterstrich die Tiroler Nationalratsabgeordnete Gisela Wurm, heute, Samstag, gegenüber dem SPÖ-Pressedienst.


Im Postmarktgesetz wurde 2009 festgelegt, dass es eine Mindestanzahl von 1.650 Postgeschäftsstellen in Österreich geben muss. "Damit beendete Ministerin Bures die Schließungswelle, die unter Schwarz-Blau begonnen hatte und die Post beinahe ruiniert hätte", erinnerte Wurm.

Das Postmarktgesetzt beendete damals das Chaos, das die blau-schwarze Regierung hinterlassen hatte. "Tausende Schließungen, Personalabbau und eine Infrastrukturpolitik, die den Interessen der ländlichen Bevölkerung nicht entsprach - in dieser Situation hatte die Ministerin die Post bei ihrem Amtsantritt vorgefunden", so Wurm weiter. Mit dem Postmarktgesetz reagierte Bures mit klaren Regeln auf die von der EU geplante Liberalisierung des Postmarktes. "Für die SPÖ standen damals und stehen noch heute die Postversorgung und Arbeitsplätze mit fairer Entlohnung im Mittelpunkt, beides ist dank des Postmarktgesetzes garantiert, " betonte Wurm.


Der aktuelle Fall in Innsbruck zeige, dass das Gesetz "trotz aller Unkenrufe" greift, so Wurm. "Es gibt hier keine Schlupflöcher. Die Post wird sich nach diesem Fall noch genauer überlegen müssen, wo sie welche Filialen zusperrt. Denn, dass sie die Filiale in Innsbruck nun wieder aufsperren muss, sorgt in der dortigen Bevölkerung für heftiges Kopfschütteln", so die Abgeordnete, die sich freut, dass die Bewohner nun wieder eine eigene Postfiliale haben.


2011-11-19

Wurm: Bundeshymne - Veränderung der Sprache ist auch eine Veränderung der Welt

"Heimat großer Töchter und Söhne" statt "Heimat bist du großer Söhne"

 

SPÖ, ÖVP und Grüne haben heute im Nationalrat einen Initiativantrag eingebracht, mit dem die gesamte österreichische Bundeshymne in einer geschlechtergerechten Version in ein Gesetz geschrieben wird.

"Mit diesem Antrag wird die gesamte Hymne in einem Guss ins Gesetz geschrieben und in eine neue, zeitgemäße Form gebracht. Künftig singen wir "Heimat großer Töchter und Söhne' statt "Heimat bist du großer Söhne" sowie statt 'Brüderchören' in der dritten Strophe singen wir von 'Jubelchören'", erklärt SPÖ-Frauensprecherin Gisela Wurm am Freitagabend gegenüber dem SPÖ-Pressedienst.

 

Zudem wird die Hymne gesetzlich festgeschrieben, da sie bisher nur durch zwei Ministerratsbeschlüsse aus 1946 und 1947 festgelegt wurde. Sprache ist wichtig und schafft Bewusstsein. Eine Veränderung der Sprache ist somit auch eine Veränderung der Welt, ist Wurm überzeugt.

"Wir nutzen jetzt die Möglichkeit, eine zeitgemäße, geschlechtergerechte und legistisch korrekte  Version zu machen. Das lässt sich schnell ändern und kostet nichts", so Wurm.

Es werden lediglich vier Wörter geändert, aber die Hymne hat für viele Österreicherinnen und Österreicher hohen Symbolwert und sie sensibilisiert für sprachliche Diskriminierung.

Laut Plan soll der Initiativantrag am 22. November im Verfassungsausschuss behandelt werden und könnte dann, noch vor Weihnachten, im Plenum des Nationalrats beschlossen werden.

 

2011-11-18

Wurm: Transparenz am Arbeitsmarkt wirkt

"Transparenz ist eines unserer zentralen Anliegen", sagte SPÖ-Frauensprecherin Gisela Wurm am Dienstag zum Bericht über Abbau von Benachteiligungen von Frauen im Zeitraum 2009 bis 2010 im Nationalrat. Dass sich Österreich im Gender-Index um einige Plätze verbessert habe, liege daran, dass Maßnahmen wie z.B. die Einkommenstransparenz oder Stelleninserate, die mit dem Verdienst ausgeschrieben werden müssen, gefruchtet haben.

 

"Werden die Transparenzregeln nicht befolgt, zahlen Betriebe ab 1.1.2012 eine Verwaltungsstrafe", betonte Wurm. Auch mit den Kampagnen der SPÖ Frauen wolle sie zeigen, dass Frauen mehr fordern sollen.

 

2011-11-15

 

Wurm: SPÖ befürwortet Wieder-Zusammenlegung der Medizin-Uni mit Universität Innsbruck


LH Platter hat 2004 als Regierungsmitglied Trennung der Unis beschlossen


Unterstützung gibt es seitens der SPÖ für eine Wieder-Zusammenlegung der Medizin-Uni mit der Uni Innsbruck, erklärte die Tiroler SPÖ-Abgeordnete Gisela Wurm am Mittwoch gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. "Wenn aber Landeshauptmann Günther Platter sich heute hinstellt und sagt, die Wieder-Zusammenlegung ist und bleibt sein erklärtes Ziel, aber leider ist das nicht in Landeskompetenz, sondern der Bund ist am Zug, dann muss man LH Platter daran erinnern, dass er 2004 Regierungsmitglied war und diese Trennung mitbeschlossen hat", so Wurm. 2004 wurde die Loslösung der Medizin Uni von Wissenschaftsministerin Gehrer gegen den Willen des Landes Tirol und der Stadt Innsbruck durchgeführt.


2004 haben sich sowohl die Gesamtuniversität, das Land Tirol, die Stadt Innsbruck, die SPÖ, die Grünen usw. gegen die Lostrennung der Medizin-Uni von der Uni Innsbruck ausgesprochen, da teure Doppelstrukturen zu befürchten waren und die Zusammenarbeit mit anderen Fakultäten und damit wissenschaftliche Höchstleistungen erschwert würden. "Unsere damaligen Einwände und Befürchtungen haben sich bestätigt, deshalb ist eine Rückgängigmachung auch zu befürworten", so Wurm.


Es gehe jetzt um den Universitätsstandort und vor allem um die Medizin in Innsbruck. Eine Zusammenführung der Kompetenzen und Ressourcen ist notwendig, da die Medizin-Uni mit andern Fakultäten stark verwoben ist und Synergien unter gemeinsamem Dach besser genutzt werden können. "Man könnte auch sagen, man sieht ein, dass die Lostrennung ein Fehler war, aber einfach zu verschweigen, dass man selbst die Trennung der Unis damals mitbeschlossen hat, ist 'Chuzpe'", so Wurm.


2011-11-09

 

Wurm: Zwangsverheiratung und Genitalverstümmelung endlich strafbar - Großer Verhandlungserfolg der Frauenministerin


Auch strafbar wenn Delikt im Ausland begangen wird - Gesetz wichtiger weiterer Baustein für mehr Frauenrechte


Heute wurde eine Novelle des Strafgesetzbuches im Ministerrat beschlossen, die dafür sorgen wird, dass Zwangsverheiratung und Genitalverstümmelung, selbst wenn sie im Ausland stattfindet und dort straffrei ist, künftig in Österreich strafbar sind. "Dieses Gesetz ist ein wichtiger weiterer Baustein für mehr Frauenrechte und ein großer Verhandlungserfolg von Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek. Es ist das Ergebnis langer, konstruktiver Verhandlungen zwischen der Frauenministerin und der Justizministerin und stellt ein für allemal klar, dass es im österreichischen Recht null Toleranz für Gewalt an Frauen gibt", betont Wurm heute, Dienstag, im Gespräch mit dem SPÖ-Pressedienst.


Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek setzt aber noch weitere Maßnahmen, um Zwangsverheiratung zu bekämpfen. So werden Berufsgruppen, die besonders häufig in Kontakt mit Frauen kommen, die von Zwangsverheiratung bedroht sind, wie LehrerInnen, SozialarbeiterInnen, MitarbeiterInnen in Jugendeinrichtungen, FamilienrichterInnen etc. speziell geschult, sensibilisiert und trainiert.


"Weiters soll künftig für betroffene Frauen eine Notwohneinrichtung zur Verfügung gestellt werden. Aufgrund des Einsatzes der SPÖ und der NGOs wurde diese wichtige Maßnahme zum Schutz der Mädchen und Frauen auch im Regierungsprogramm verankert. Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek erarbeitet gerade gemeinsam mit dem Innenministerium und ExpertInnen konkrete Modelle dazu", so Wurm, die abschließend betont: "Dank dem unermüdlichen Kampf von Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek ist nun ein Gesetz auf Schiene, das dafür sorgen wird, dass Frauen die in Österreich leben, unabhängig von ihrer Herkunft, selbstbestimmt und ohne Angst vor Gewalt und Unterdrückung leben können


2011-11-09

 

 Benachteiligung im Erwerbsleben bekämpfen statt Pensionsantrittsalter erhöhen


Rahmenbedingungen sprechen gegen frühzeitige Erhöhung des Pensionsantrittsalters


SPÖ-Frauensprecherin Gisela Wurm sieht derzeit keine Veranlassung, über eine vorzeitige Erhöhung des Pensionsantrittsalters für Frauen zu diskutieren. "Die Rahmenbedingungen am Arbeitsmarkt sprechen klar gegen eine frühzeitige Erhöhung des Pensionsantrittsalters", sagte Wurm am Montag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. So habe man aktuell mit einer steigenden Altersarbeitslosigkeit von Frauen zu kämpfen. Gegenwärtig sind rund 20.000 Frauen, die älter als 50 Jahre sind, arbeitslos. Das sind um 6,3 Prozent mehr als im Jahr 2010.


Von allen Frauen, die in Pension gehen, tun dies 29,5 Prozent aus Arbeitslosigkeit oder Langzeitkrankenstand heraus. "Es gibt eine große Gruppe an Frauen, die können gar nicht länger arbeiten. Entweder weil schlechte Arbeitsbedingungen und Mehrfachbelastungen zu gesundheitlichen Schäden führen oder weil die Wirtschaft keine älteren Frauen anstellt bzw. ältere Arbeitnehmerinnen als 'zu teuer' entlässt", betonte Wurm.


Hinzu komme, dass Frauen bei der Verteilung von unbezahlter Arbeit nach wie vor benachteiligt sind. "Bevor wir über eine Erhöhung des Pensionsantrittsalters diskutieren, müssen wir über Verteilungsgerechtigkeit bei unbezahlter Arbeit sowie gerechtere Karrierechancen und Einkommen reden", so Wurm. Die Benachteiligungen von Frauen im Erwerbsleben müssten zuerst beseitigt werden.


Was es wirklich brauche und woran Sozialminister Rudolf Hundstorfer arbeite, seien wirksame Maßnahmen, um das faktische an das gesetzliche Pensionsantrittsalter heranzuführen, sowie eine Veränderung der Arbeitswelt, damit ältere Arbeitnehmerinnen länger arbeiten können, so die SPÖ-Frauensprecherin.


2011-11-07

 

Global Gender Gap Report - Wurm: Große Einkommensschere zeigt Wichtigkeit von Maßnahmen für mehr Lohngerechtigkeit


Österreich hat sich um drei Plätze verbessert

"Einiges erreicht, aber noch kein Grund zum Jubeln."


Österreich hat im aktuellen Global Gender Gap Report im Vergleich zur letzten Erhebung drei Plätze gutgemacht, im Bereich der ökonomischen Partizipation wurden sogar 15 Plätze aufgeholt. SPÖ-Frauensprecherin Gisela Wurm betont dazu: "Dass wir in vielen Bereichen aufholen konnten, zeigt dass sich in Österreich in Sachen Frauenpolitik etwas bewegt, dass etwas weitergeht." Besonders starke Ungerechtigkeiten sieht der Report im Bereich der Lohngleichheit.


"Obwohl wir uns auch hier leicht verbessern konnten, liegen wir insgesamt auf dem 116. Platz. Das beweist, wie wichtig es ist, dass Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek einen Schwerpunkt auf Lohngerechtigkeit setzt und mit voller Kraft für die Schließung der Lohnschere eintritt", so Wurm am Samstag im Gespräch mit dem SPÖ-Pressedienst.


"Mit Maßnahmen wie den Einkommensberichten, den verpflichtenden Gehaltsangaben bei Jobinseraten, dem Gehaltsrechner und der im heurigen Jahr auf Initiative von Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek, der Frauensprecherin des Koalitionspartners, Dorothea Schittenhelm und mir umgesetzten Gehaltstransparenz, wurden bereits starke und wichtige Instrumente im Kampf gegen die klaffende Gehaltsschere geschaffen", unterstreicht die SPÖ-Frauensprecherin.


Jetzt gelte es auch weiterhin beharrlich zu bleiben und mit voller Kraft dafür einzutreten, dass die Ungerechtigkeiten zwischen Frauen und Männern - im Erwerbsleben ebenso wie in allen anderen Bereichen des Lebens - bald der Vergangenheit angehören.

2011-11-05

Bundesvoranschlag 2012: Solides Budget für Frauenpolitik


Genderbudgeting muss in Ländern und Gemeinden vorangetrieben werden


Am Rande der parlamentarischen Beratungen zum Bundesvoranschlag 2012, Kapitel Frauen, begrüßt SPÖ-Frauen- und Gleichbehandlungssprecherin Gisela Wurm, dass die Mittel des Frauenministeriums im Vergleich zum Vorjahr gleichgeblieben sind und nicht gekürzt wurden.


"Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek hat durchgesetzt, dass 2012 für Gleichstellungspolitik rund 10 Millionen Euro zur Verfügung stehen. Das ist gut so!", so Wurm am Freitag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Damit sind Programme zur Gleichstellung am Arbeitsmarkt, die Weiterentwicklung von Strukturen zur Gewaltprävention, die Förderung von Frauenprojekten und Frauenberatungseinrichtungen auch weiterhin gesichert.


Wurm hebt die Verankerung der "tatsächlichen Gleichstellung von Frauen und Männern" in der Finanzverfassung hervor, die im Artikel 13 (§) in der Bundesverfassung geregelt ist. "Österreich hat dabei in Europa eine Vorreiterrolle übernommen, die nicht verspielt werden darf", so Wurm.


"Wir Frauenpolitikerinnen werden in Zukunft sehr genau drauf schauen, wer das Ziel des Genderbudgeting aus den Augen verliert", betont Wurm, die in diesem Zusammenhang das Bundeskanzleramt, das Gesundheitsministerium und das Sozialministerium als vorbildhaft bezeichnet. "Genderbudgeting soll nicht in der Analyse von Ungleichheiten steckenbleiben, sondern Ziel ist eine tatsächliche Strukturveränderung und eine gerechtere Umverteilung zwischen den Geschlechtern", so Wurm.


Eine besondere Bedeutung werde hier das Finanzministerium spielen: Zum einen habe es zentrale Vorbildfunktion und zum anderen könne es im Rahmen des Finanzausgleichs Einfluss auf gendergerechte Finanzpolitik der Bundesländer und Gemeinden nehmen. Gespannt warte man auch auf die Ankündigung des Rechnungshofes eines "firmeninternen" Leitfadens, der die Gendergerechtigkeit im eigenen Haus überprüfen soll.


2011-11-04

 

Wurm zu Handels-KV:

Benachteiligungen von Frauen beseitigen

 

 

„Die erfolgreichen Gehaltsabschlüsse für die Beschäftigten in der Metallindustrie müssen richtungsweisend für den Handel sein. Vor allem ist es hoch an der Zeit, die Benachteiligungen für die mehr als 270.000 Frauen, die im Handel beschäftigt sind, zu beseitigen“, unterstützt SPÖ-Frauensprecherin Gisela Wurm die Forderungen der Gewerkschaft zu den heute beginnenden Kollektivvertragsverhandlungen für die ca. 450.000 Handelsangestellten. Das seien einerseits eine deutliche Gehaltserhöhung sowie eine Ausdehnung der Anrechung von Karenzzeiten, so Wurm.

 

 

Derzeit können im Handel für die Karenzzeit maximal zehn Monate angerechnet werden. Diese zehn Monate können nicht für Abfertigung oder Sonderzahlungen angerechnet werden. Damit fallen Frauen während der Karenzzeiten um wichtige Gehaltssprünge um – mit ein Grund für die großen Einkommensunterschiede zwischen Frauen und Männern. „Da geht es laut Gewerkschaft um Summen zwischen 50 und 200 Euro brutto pro Monat. Das ist in einer Niedriglohnbranche, wie der Handel ist, viel Geld und schlägt sich bis zur Pensionshöhe durch“, betont Wurm.

 

 

Die SPÖ-Frauensprecherin wünscht den VerhandlerInnen auf ArbeitnehmerInnenseite viel Erfolg und hofft, dass die Arbeitgeber – ebenso wie dies in der Metallbranche der Fall war – die Zeichen der Zeit erkennen und sich nach einem gewinnbringenden Jahr für eine Kaufkraftstärkung der Bevölkerung und eine gerechtere Einkommensverteilung zwischen Männern und Frauen entscheiden.

 

2011-10-19

 

 

213 Maßnahmen gegen Benachteiligungen von Frauen

Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek im Kampf gegen ökonomische und strukturelle Benachteiligungen von Frauen

Im Rahmen des Gleichbehandlungsausschusses im Parlament präsentierte Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek den Bericht zu Benachteiligungen von Frauen für den Zeitraum 2009 bis 2010. "Der Bericht zeigt deutlich, dass es noch immer große ökonomische und strukturelle Unterschiede für Frauen und Männer gibt. So lag das Bruttoeinkommen von Frauen 2009 40 Prozent unter jenem der Männer und das Nettoeinkommen 32,4 Prozent darunter.

"Dieser Gender Pay Gap muss mit allen Mitteln bekämpft werden", so SPÖ-Frauensprecherin Gisela Wurm. Die Bundesregierung - allen voran Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek habe insgesamt mit 213 Maßnahmen zum Abbau der Benachteiligungen von Frauen die richtigen Schritte gesetzt, um reelle Verbesserungen durchzuführen", betonte Wurm. Vorrangig sind das Maßnahmen in den Bereichen Arbeitsmarkt, Gleichbehandlung im Arbeitsleben, der Vereinbarkeit von Beruf und Familie, schulische und berufliche Bildung, Sexismus und Gewalt sowie Gesundheit.

"Mittlerweile haben auch die Rückschrittlichen in diesem Land erkannt, dass die Förderung der Erwerbstätigkeit von Frauen nicht nur den Frauen selbst dient, sondern insgesamt zu einer funktionierenden Volkswirtschaft mit positiver Auswirkung auf das Bruttoinlandsprodukt führt", so Wurm. Wobei die SPÖ-Frauensprecherin vor einer erhöhten Teilzeitbeschäftigung der Frauen warnt.

"Wir müssen alles dran setzen, auch weiterhin die Vollerwerbstätigkeit von Frauen verstärkt zu fördern, damit sie sicher und gut leben können", betont Wurm. Gleichzeitig gratuliert Wurm Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek zur landesweiten Aktion www.lohngerechtigkeit.at . "Dieses Angebot wird sehr gut angenommen und hilft Frauen, Ungerechtigkeiten transparent zu machen und letztendlich zu beseitigen", betont Wurm.

2011-10-13

 

Was ist das Beste fürs Kind?

Diskussion zur Frage der gemeinsamen Obsorge nach Scheidungen

In Österreich sind jährlich ca. 20.000 Kinder von Scheidungen betroffen. Eine Trennung ist für keinen der Beteiligten leicht. Am schwersten haben es meist die Kinder. Seit Oktober 2010 tagt im Justizministerium eine Arbeitsgruppe zu Fragen des Besuchsrechts und der Obsorge. Vorgesehen ist u.a. eine automatische gemeinsame Obsorge nach Scheidungen sowie die Einführung der Doppelresidenz.


Die hochkarätige Runde aus Mag.a Gisela Wurm (Nationalrätin, Frauenvorsitzende der SPÖ Tirol), Dr.in Angelika May (Gerichtsvorsteherin Bezirksgericht Innsbruck), Mag.a Karin Hüttemann (Geschäftsführerin Kinderschutz Tirol) sowie Dr.in Andrea Haniger-Limburg (Rechtsanwältin) diskutierte im Gasthof Goldener Adler in Flaurling, was das Beste für die Kinder ist, denn diese Frage sollte im Falle einer Trennung der Eltern immer im Mittelpunkt stehen.


Wurm sträubt sich gegen Automatismen: „Harmonie kann man nicht verordnen. In den 10% der strittigen Scheidungen sind die Fronten oft verhärtet. Die Kinder sind in diesem Gefüge die Schwächsten und zahlen drauf. Vorgelagerte Beratungsstellen können helfen. Mindestanforderungen beim Besuchsrecht sollten gleich bei der Scheidung geregelt werden. Grundsätzlich brauchen wir aber ein modernes Familienrecht und nicht die Überarbeitung von Teilbereichen.“

May hält die gemeinsame Obsorge bei Streitfällen für nicht umsetzbar. In Fällen, in denen die Eltern nach der Trennung noch „normal“ miteinander umgehen können, sei die gemeinsame Obsorge durchaus positiv. Insbesondere die Männer fühlten sich dann stärker verantwortlich. „Was mich aber an der derzeitigen Regelung stört ist, dass außereheliche Väter gar nicht das Recht haben, eine gemeinsame Obsorge zu beantragen. Hier wünsche ich mir eine Änderung.“


Haniger-Limburg hat in ihrer Tätigkeit oft beobachtet, wie an den Kindern „gezerrt“ wird und appellierte an das Verantwortungsgefühl der Eltern. Kritik übte sie an den oft lange dauernden Verfahren. Sie würde sich die Möglichkeit einstweiliger Entscheidungen bei Fragen der Obsorge wünschen.


Hüttemann hält den Vorschlag zur automatischen gemeinsamen Obsorge schlicht für eine „Schnapsidee“. „Die derzeitige Regelung erlaubt beide Möglichkeiten. Kinder brauchen Klarheit“, ist sie überzeugt. Strikt gegen gemeinsame Obsorge ist sie bei Fällen von häuslicher oder sexualisierter Gewalt. „Tirol ist keine Insel der Seligen. Jeden Tag gibt es eine polizeiliche Wegweisung und die Dunkelziffer liegt weit höher.“

 

2011-09-29

 

SPÖ Frauen tourten durch den Bezirk Innsbruck Land

Nationalrätin Gisela Wurm und Landtagsabgeordnete Lisa Jenewein waren gestern, 29.9.2011, im Zuge des Bezirkstages im Bezirk Innsbruck Land unterwegs.

Neben dem Besuch des Vorzeige-Kindergartens und der Firma SFS in Polling, die mit flexiblen Arbeitszeitmodellen viele Frauen aus der Region als wertvolle Mitarbeiterinnen gewinnen konnte, standen eine Straßenaktion zur Lohngerechtigkeit in Telfs und eine Podiumsdiskussion zur gemeinsamen Obsorge am Programm.

 

Der Kindergarten in der 900 Einwohner-Gemeinde Polling ist eine Vorzeigeeinrichtung und war der erste entlang der Salzstraße, der eine Mittagsbetreuung und Mittagessen für Volksschulkinder angeboten hat (seit September 2007). Die Kinderkrippe startete vor einem Jahr. Hier werden Kinder ab einem Jahr betreut. Derzeit werden 34 Kinder im Kindergarten und 15 in der Krippe betreut. „Der Wille zur Umsetzung muss da sein, dann ist sehr vieles möglich“, ist Vizebürgermeisterin Gabriele Rothbacher überzeugt. Geleitet wird der Kindergarten von Carina Schwenninger und ihrem engagierten Team.

Nachgezogen hat inzwischen die Nachbargemeinde Flaurling, die seit heuer eine Ganztagesbetreuung bis 17 Uhr anbietet, wie Vizebürgermeisterin Brigitte Praxmarer berichtet.

 

Seit 20 Jahren entwickelt und baut die Firma SFS Sonderanfertigungen für druckluftbetriebene Geräte wie Ventile und Zylinder. Es sind Spezialprodukte von denen 87% exportiert werden. Von den 33 Mitarbeitern sind 12 Frauen, die meisten davon kommen aus der unmittelbaren Umgebung. Die Firmenleitung um Otto und Franz Staudacher bietet den Frauen flexible Zeitmodelle an, die dem häufigen Wunsch nach Teilzeitarbeit von Müttern mit kleinen Kindern entgegenkommen.

SFS hat sich 1998 im Gewerbegebiet von Polling angesiedelt und dort im Jahr 2006 um ein Gebäude erweitert. Im Jahr 2013 wird vermutlich ein weiteres hinzukommen

 

Lohngerechtigkeit

Der Equal Pay Day – der Tag ab dem Frauen im Vergleich zu Männern de facto „gratis“ arbeiten – findet in Tirol am 23. September und statt. Im Bezirk Innsbruck Land war es bereits am 17. September so weit: Auf 259 bezahlte Tage, folgen für die Frauen hier 106 „unbezahlte“. Ganzjährig vollzeitbeschäftigte Männer verdienen im Bezirk Innsbruck Land durchschnittlich 43.641,- Euro pro Jahr, Frauen kommen nur auf 30.998,- Euro. Für die Frauen bedeutet das ein um 29 % niedrigeres Einkommen.

„Freiheit und Gerechtigkeit sind zwei wesentliche Grundpfeiler im Leben. Frauen müssen daher selbstbewusst fordern, was ihnen zusteht: nämlich mehr! Dass Frauen im Jahr 2011 in Österreich immer noch weniger verdienen als Männer, ist eine Ungerechtigkeit, die etwas Demütigendes hat. Nur ein Einkommen, das ein Auskommen garantiert, schafft die Bedingungen, unter denen ein freies und selbstbestimmtes Leben möglich ist“, ist Nationalrätin und Frauenvorsitzende der SPÖ Tirol Mag.a Gisela Wurm überzeugt.

 

2011-09-29

Internationaler Brustkrebstag - "Bewusstsein in der Bevölkerung schaffen"

Vorsorge und Früherkennung von Brustkrebs wichtig - Nationales Brustkrebs-Früherkennungs-Programm startet 2013

Anlässlich des Internationalen Brustkrebstages luden Nationalratspräsidentin Barbara Prammer und die Frauensprecherinnen aller Parlamentsfraktionen in Kooperation mit der Österreichischen Krebshilfe und der österreichischen Gesellschaft für geschlechtsspezifische Medizin zu einer Podiumsdiskussion zum Thema "Brustkrebsvorsorge in Österreich" ins Parlament.

"Brustkrebs ist eine Volkskrankheit, da statistisch jede 8. Frau im Laufe ihres Lebens damit rechnen muss zu erkranken. Deshalb ist es umso wichtiger Frauen auf diese Krankheit aufmerksam zu machen und zu motivieren zur Vorsorgeuntersuchung zu gehen", so SPÖ-Frauensprecherin Gisela Wurm.

Aus diesem Grund forderten die Frauensprecherinnen der Parlamentsparteien eine Ausweitung des Screening-Programms, "denn je früher Brustkrebs erkannt wird, desto besser sind die Heilungs- und Überlebenschancen", so Wurm. Ab 2013 wird jede Frau zwischen 45 und 69 Jahren eine schriftliche Einladung zu einer Mammographie-Untersuchung erhalten. "Wichtig ist hierbei, dass neue Qualitätsstandards in den Therapiezentren und die Doppelbefundung durch zwei Radiologen eingeführt wurde", so die Frauensprecherin.

In Österreich erkranken derzeit pro Jahr rund 4.600 Frauen an Brustkrebs. Es werden jährlich etwa 1.500 Todesopfer registriert. Systematische Früherkennungsprogramme könnten die Sterblichkeit laut wissenschaftlichen Studien um rund 30 Prozent reduzieren. "Hier kann die kostenlose Untersuchung zur Früherkennung dazu beitragen mögliche Spätfolgen zu minimieren oder Gewissheit zu schaffen, dass sie gesund sind", sagte Wurm.

Nationalratspräsidentin Barbara Prammer, die die Begrüßungsworte sprach, bedankte sich bei allen Beteiligten für ihre Unterstützung. "Als Politikerinnen und Politiker tragen wir Verantwortung und deshalb bin ich froh, dass der Großteil der Abgeordneten zum Nationalrat heute als sichtbares Zeichen zur Bewusstmachung die rosa Schleife trägt", so Prammer.

2011-09-28

FPÖ-Frauenpolitik: Mit voller Kraft zurück in die Vergangenheit

Männerpartei FPÖ hat gesellschaftliche Entwicklungen der letzten Jahrzehnte verschlafen

SPÖ-Frauensprecherin Gisela Wurm übt heftige Kritik an der als "Frauenpolitik" getarnten "Zurück an den Herd"-Doktrin der FPÖ. "Die Freiheitlichen sind eine Männerpartei, das zeigen die heutigen kruden Äußerungen zu frauenpolitischen Fragen", sagte Wurm am Mittwoch im Gespräch mit dem SPÖ-Pressedienst. Dass sich Frauen von den Freiheitlichen nicht gut vertreten fühlen, zeige sich auch deutlich an den Ergebnissen der letzten Nationalratswahl, nur 16 Prozent der FPÖ-WählerInnen waren Frauen.


Dass es ohne Quoten nicht geht zeigt sich am Beispiel des FPÖ-Parlamentsklubs überdeutlich, wo Frauen krass unterrepräsentiert sind. "6 Frauen bei 34 Abgeordneten ist ein beschämender Schnitt", betonte Wurm in Richtung Klubobmann Strache. "Frauen halten sich aus gutem Grund fern von der FPÖ. Forderungen wie der Ruf nach einem Müttergehalt torpedieren den Kampf für Gleichberechtigung der Frauen in unserer Gesellschaft", so Wurm.


Die SPÖ-Frauensprecherin erläutert, dass das Zurückdrängen der Frauen an den Herd weniger Lebenseinkommen bedeuten würde und daher automatisch zu geringerem Pensionsanspruch führt. "Bei einer derzeit existierenden Einkommensschere von mehr als einem Drittel kann man sich ausrechnen, welche Probleme uns damit ins Haus stehen würden, könnte die FPÖ ihre krausen frauenpolitischen Ideen umsetzen", sagte Wurm. Von Seiten der SPÖ werde es für derartige Retro-Vorschläge keinesfalls Unterstützung geben.


2011-09-28

 

Kinderbetreuungsplätze werden in ganz Österreich weiter ausgebaut

Als "wichtige Maßnahme, Beruf und Familie besser miteinander verbinden zu können", bezeichnet SPÖ-Frauensprecherin Gisela Wurm den heutigen Regierungsbeschluss zum weiteren Ausbau der Kinderbetreuung. Bis 2014 werden vom Bund 55 Millionen Euro in rund 20.000 neue Kinderbetreuungsplätze investiert.

"Die Länder müssen auch die Öffnungszeiten Schritt für Schritt anheben. Im Jahr 2014 müssen die Betreuungseinrichtungen 47 Wochen im Jahr offenhalten. "Auch das ist ein großer Fortschritt, denn bisher mussten sie nur 30 Wochen im Jahr geöffnet sein. Für den Verhandlungserfolg und ihre Überzeugungskraft ist Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek zu gratulieren", so Wurm gegenüber dem SPÖ-Pressedienst am Dienstag.


Auch wies Wurm darauf hin, dass im Vergleich zum Begutachtungsentwurf erreicht werden konnte, dass die Öffnungszeiten für alle Kinder verbessert werden - also unabhängig vom Alter und auch unabhängig von der Betreuungsform (Ganztags- oder Halbtagsbetreuung). Denn es sei nicht einzusehen, warum gerade die Kleinsten hiervon nicht profitieren sollten.

"Nach der verpflichtenden Einkommenstransparenz und dem einkommensabhängigen Kindergeld ist die Weiterführung der Ausbauoffensive für Kinderbetreuungsplätze ein weiterer großer frauenpolitischer Erfolg. Viele Frauen wünschen sich eine berufliche Karriere und Kinder, dafür sind genügend und qualitätsvolle Betreuungsplätze nun mal Voraussetzung. Dem sind wir heute einen großen Schritt näher gerückt", so Wurm.

2011-09-28

 

Equal Pay Day: Frauen fordern mehr!

Ab dem 23. September arbeiten Frauen in Tirol „gratis“

Der Equal Pay Day – der Tag ab dem Frauen im Vergleich zu Männern de facto „gratis“ arbeiten – findet in Tirol am 23. September und bundesweit am 4. Oktober 2011 statt. Frauen verdienen in Österreich immer noch rund ein Drittel weniger als Männer.

 

„Freiheit und Gerechtigkeit sind zwei wesentliche Grundpfeiler im Leben. Frauen müssen daher selbstbewusst fordern, was ihnen zusteht: nämlich mehr! Dass Frauen im Jahr 2011 in Österreich immer noch weniger verdienen als Männer, ist eine Ungerechtigkeit, die etwas Demütigendes hat. Nur ein Einkommen, das ein Auskommen garantiert, schafft die Bedingungen, unter denen ein freies und selbstbestimmtes Leben möglich ist“, ist Nationalrätin und Frauenvorsitzende der SPÖ Tirol Mag.a Gisela Wurm überzeugt.

 

Ganzjährig vollzeitbeschäftigte Männer verdienen in Tirol durchschnittlich 41.342,- Euro pro Jahr, Frauen kommen nur auf 30.110,- Euro. Für die Frauen ergibt sich dadurch ein Nachteil von 27,2% im Vergleich zu den Männereinkommen. Nach Vorarlberg und Oberösterreich liegt Tirol an drittletzter Stelle, was die Einkommensschere betrifft. Tirolerinnen arbeiten somit die letzten 100 Tage des Jahres im Vergleich zu Männern „gratis“. Im Jahr 2010 fand der Equal Pay Day in Tirol am 20. September statt. Es ergibt sich somit eine Verbesserung von drei Tagen.

Es wird höchste Zeit, dass Frauen und Männer in Österreich beim Einkommen gleichberechtigt sind! Das Thema „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ steht im Mittelpunkt der Aktion der SPÖ Frauen, die sich weiter dafür einsetzen und Gerechtigkeit einfordern werden.

 

Die Gründe für die Lohnschere sind vielfältig. Das schlechtere Abschneiden von Frauen bei der Entlohnung liegt u.a. in Berufsunterbrechungen zur Kindererziehung und Pflege, Ausbildungs- und Berufswahl, schlechtere Bewertung von „Frauenjobs“, fehlenden Kinderbetreuungseinrichtungen, allgemein schlechteren Karriere- und Aufstiegschancen und einfach an der Tatsache, dass es Frauen sind.

Die unbezahlte Arbeit wird immer noch großteils von Frauen erledigt. Das zeigt sich in Tirol in einer Teilzeitquote, die bei den Frauen bei knapp 50%, bei den Männern hingegen nur bei ca. 9% liegt. Notwendig ist hier weiterhin eine Verbesserung des Kinderbetreuungsangebotes. Männern muss es leichter gemacht werden, sich in die Familienarbeit einzubringen. Ein Schritt in diese Richtung ist der bezahlte „Papamonat“. Berücksichtige man bezahlte und unbezahlte Arbeit, dann leisten Frauen mehr Arbeitsstunden als Männer.

 

Gehaltsverhandlungen erfordern Mut und Hartnäckigkeit. Wer sich vorab gut informiert, hat bessere Chancen auf Erfolg.

Einkommenstransparenz im Betrieb, durch die nun vorgeschriebenen Einkommensberichte für Unternehmen ab 1000 Mitarbeiter, sowie Transparenz bei der Jobsuche, durch die Angabe des kollektivvertraglichen Mindestlohnes in Stelleninseraten, sollen zu Verbesserungen führen. Zusätzlich wird am 3. Oktober von Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek ein Online-Gehaltsrechner präsentiert. Bürger können sich anhand von Datensätzen der Statistik Austria genau informieren, was sie mit ihrer Ausbildung und Erfahrung an Gehalt erwarten können.

 

50,6% der Mädchen machen laut Daten des AMS eine Lehre in drei Berufen: Einzelhandelskauffrau, Friseurin und Bürokauffrau. Gerade diese fallen aber durch schlechte Bezahlung und schlechte Kollektivverträge auf. Hier gilt es, beispielsweise mit Berufberatung, den Mädchen im Vorfeld ausreichende Informationen zur Verfügung zu stellen. Die SPÖ Frauen unterstützen auch den Vorschlag nach separaten Kollektivvertragsverhandlungen für Frauen.

 

 

Lohngerechtigkeit.at – ein neues Diskussionsforum der SPÖ Frauen

Erfahrungsberichte, Frauenportraits, Diskussionsforen, Aktionstermine, Tipps zu Gehaltsverhandlungen – all das bietet die neue Homepage Lohngerechtigkeit.at. Frauen und Männer aus ganz Österreich können hier Erfahrungen zum Thema Gehalt und Lohngerechtigkeit austauschen. Chatrunden sowie eine eigene Facebook-Seite sorgen für eine lebendige Diskussion. Auch Unternehmen, die Erfolge bei der Gleichstellung erzielt haben, kommen auf der Homepage zu Wort.

 

Frauenförderung und Einkommensgerechtigkeit – eine Chance für Unternehmen

Studien belegen eindeutig: Gemischte Teams und mehr Frauen in Führungsfunktionen wirken sich positiv auf die wirtschaftliche Entwicklung von Unternehmen aus. Frauenförderung und Maßnahmen zur Lohngerechtigkeit sind auch eine Chance für Unternehmen, bei Frauen als Mitarbeiterinnen und als Kundinnen zu punkten.

 

2011-09-23

 

Ab Oktober gibt es vier Rektorinnen - Frauenquote zeigt erste Erfolge

„Ab Oktober 2011 wird es vier Rektorinnen an der Spitze der staatlichen Universitäten geben. Das zeigt, dass die 2009 eingeführte Frauenquote von 40 Prozent für die universitären Organe und Gremien wirkt“, so SPÖ-Frauensprecherin Gisela Wurm am Mittwoch gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Die Entwicklung geht in die richtige Richtung und zeigt, dass gesetzliche Maßnahmen zur Frauenförderung wirksam sind.


Frauen sind besser ausgebildet als je zuvor, es studieren mehr Frauen als Männer und sie liegen auch bei den Abschlüssen vorne. Dann nimmt der Frauenanteil aber stark ab, je höher die Karrierestufe, desto weniger Frauen. Vier von zehn AssistentInnen sind weiblich, der Frauenanteil unter den ProfessorInnen lag bis dato nur bei rund 18 Prozent.


Jetzt zeigen sich erste positive Veränderungen: „Dass ab dem Wintersemester nach der TU-Rektorin Sabine Seidler, drei weitere Rektorinnen bestellt werden, ist auch ein wichtiges Signal für junge Frauen und hat große Beispielwirkung“, so die SPÖ-Frauensprecherin erfreut. 

2011-09-21

 

 

15 Jahre Gewaltschutzgesetz

(c) Parlamentsdirektion (c) Parlamentsdirektion

Schwerpunkt Prävention

Zur Gewaltprävention bedarf es Bewusstsein über die Problematik. Zu diesem Zweck wurden mehrere Ausstellungen organisiert, die in den letzten Jahren stattfanden. Auch im akademischen Bereich gab es Vorlesungen, wie etwa eine an der Medizinischen Uni Wien, die Ärzte darauf vorbereiten soll, Gewaltopfer zu erkennen. Zuletzt gab Heinisch-Hosek eine Studien in Auftrag, die für eine bessere Datenlage über Risikofaktoren für Gewaltopfer zu bekommen.

Auch SPÖ-Frauensprecherin Gisela Wurm betont, wie wichtig eine gute Datenlage ist, um Gewalt entgegenzutreten. So könnte etwa nach spanischem Vorbild über Beobachtungsstellen nachgedacht werden, die Anzeigen- und Verurteilungsverhalten bei Gewaltdelikten untersuchen.

Zudem sprach sich Wurm für eine schnelle Umsetzung der Konvention gegen häusliche Gewalt aus. „Schließlich war Österreich einer der ersten Staaten, die diese Deklaration unterzeichnet haben“, so Wurm.

Als weitere Präventionsmaßnahme fordert Wurm, dass Antigewalttrainings für gewalttätig gewordene Männer ausgeweitet werden und bestehende Maßnahmen vom Innenministerium abgesichert werden. „Die Finanzierung muss gesichert sein“, betont Wurm.

 

2011-09-20

 

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